Gleich vorweg: Gentlemen bezieht sich hier natürlich auf die beiden Macher des @Arkhaminsiders-Podcasts @vvvgestern und @Mr_Lovecraft und nicht (nur) auf die Hörer. Man könnte ja sonst meinen, der Podcast sei nur was für Männer. Doch der Reihe nach.
Wann ich das erste Mal genau mit Lovecraft in Kontakt kam, weiß ich nicht mehr. In irgendeinem Liedtext irgendeiner Death oder Black Metal Band bin ich auf „Cthulhu“ gestoßen. Eine kleine Recherche brachte mich dann auf den Namen Lovecraft. Ich begann seine Werke zu lesen (die guten von Suhrkamp), das MYTHOS-Kartenspiel zu spielen und besorgte mir eine Biographie. Wesentlich später folgte dann (natürlich) das Call of Cthulhu RPG. Der Cthulhu-Mythos hat mich offen gestanden auch immer mehr fasziniert als Lovecrafts andere Werke.
Irgendein twitter-Vögelchen muss mir dann was zugetzwischert haben. Am 20. August 2013 erschien die erste Episode des Lovecraft-Podcasts auf www.arkhaminsinders.com.

Seit dem sind 21 Folgen erschienen, so dass man im Schnitt zweimal im Monat eine hervorragende Episode zu Gehör bekommt. Was erwartet einen in so einer Episode? Zunächst zwei Podcaster, die ein unglaubliches Wissen haben und die extrem gut vorbereitet sind.

Inhaltlich wird ein weiter Bogen geschlagen: Von Lovecrafts Lesegewohnheiten und sein astronomisches Interesse über „sein“ Weihnachten bis hin zu der bemerkenswerten Persönlichkeit von Lovecrafts Mutter, um nur einige Themenschwerpunkte hervorzuheben. Besonders ohrenfällig ist die Fülle an Quellen, die @vvvgestern und @Mr_Lovecraft heranziehen. Je mehr man beiden zuhört, umso mehr bekommt man das Gefühl, es keinen Schnipsel über Lovecraft gibt, der ihnen unbekannt ist. Trotz des immensen Lovecraft-Wissens, dass die Macher zweifelsohne haben, ist es nicht ganz glaubhaft, dass die 8-10 Stunden Vorbereitungszeit pro Kopf pro Woche ausreichen. Ein unglaublich tiefes und detailreiches Bild, das hier von Lovecraft gezeichnet wird. Ein kleines Beispiel für die umfassenden Kenntnisse der Herren:

Spannend war und ist auch die Episode über den Film „Die Farbe“ und die sich anschließende Episode mit Huan Vu, dem Regisseur. Nicht zuletzt auch wegen des tollen Gewinnspiels.
Hinsichtlich der schon erwähnten Quellen könnte ich mir gut eine extra Episode zu diesem Thema vorstellen. Da spricht der Historiker in mir. Der Quellen gibt es zweifelsohne viele. Aber allein der Umstand, wie viele Quellen und Autoren die beiden @Arkhaminsiders anführen ist faszinierend.
Warum eigentlich „A Gentlemen’s Podcast“? Wenn ich mir die Episoden anhöre, habe ich immer einen Raum in schummrigen Licht vor Augen; vielleicht eine Bibliothek oder ein Club mit scheren Ledersesseln. In diesen sitzen zwei Herren. Die ruhigen und freundlichen Stimmen von @vvvgestern und @Mr_Lovecraft, ihr Humor und ihre Sprache zeigen: diese beiden Herren sind Gentlemen.
Wer sich für Literatur, Lovecraft, den Cthulhu-Mythos oder Infotainment interessiert, sollte sich unbedingt die Episoden anhören. Wer den Autor Lovecraft noch nicht kennt, hat hier eine fabelhafte Möglichkeit ihn in unglaublich facettenreiche Weise kennenzulernen.
Auf diesem Weg ein herzliches Danke für all die schönen Episoden, macht bitte weiter.

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Ich höre ja leidenschaftlich gerne Podcasts. Vermutlich weil ich seit Kindesbeinen an immer irgendwas gehört habe. Benjamin Blümchen, Die drei Fragezeichen, TKKG, später dann z.B. mit großer Begeisterung Offenbarung 23 und Gabriel Burns. Ich höre halt gern. Es gibt eine ganze Reihe von Podcasts, die ich regelmäßig seit der ersten Episode verfolge und andere, die ich nur ab und zu mal höre.
In der Reihe #13HORCH möchte ich hier meine 13 Lieblingspodcasts vorstellen. Die Reihenfolge ist absolut willkürlich. Neben einer kurzen inhaltlichen Vorstellung und den Verweis wo der Podcast zu finden ist, werde ich auch jeweils versuchen zu erklären, warum ich diesen Podcast höre und was mir an diesem so gut gefällt.

Die Form des Haikus eignet sich hervorragend fürs Twittern, denn die Zeichenvorgabe von 140 ist kein Problem. Die kurze und prägnante lyrische Form bietet eine wunderbare Möglichkeit zuzuspitzen. Ich selbst schreibe gern #archivkaiku s. Ich bekomme auch gelegentlich gute Resonanz. Zweifelsohne ist nicht jedes von ihnen ein Geniestreich.

Zwar schreiben nun auch @archivfridex und @zeutschelgmbh #archivhaiku s, aber in der Breite wurde es noch nicht aufgegriffen. Wobei ich hier das #archivhaiku von @matrofaier nicht unter den Tisch fallen lassen möchte. Allerdings erfuhr das #archivhaiku auch Abwandlungen. So schrieb @planetinspace eine ganze Reihe von zauberhaften #archivgedicht en und von @RegistrarTrekDE stammen viele schöne #museumhaiku s (interessanterweise finden sich recht viele ältere englische #museumhaiku s).

Daher sei nun verkündet: Der 9. Mai ist der erste Haiku-Tag für Archive, Museen und Bibliotheken (Hashtag: #armubi14). Schreibt einfach #archivhaiku s oder #museumhaiku s oder #bibliothekshaiku s und twittert sie mit dem entsprechenden Haiku-Hashtag und dem Hashtag #armubi14.

Ob Arbeitsalltag oder Besonderheit, alles ist gern gelesen. Noch nie in einem Archiv gewesen? Egal! Was assoziierst du mit Archiven? Wie laufen die Ausstellungsvorbereitungen im Museum? Welches Gefühl bricht sich in euch Bahn, wenn ihr den Geruch „eurer“ Bibliothek Einatmet?

Die Haikus werden natürlich gesammelt und im Anschluss präsentiert. Ich freue mich schon sehr auf Eure Haikus.

Zur Blogparade von @siwiarchiv möchte ich auch einen kurzen Blogpost beitragen. Warum Archive bloggen sollten, darauf gibt es sicherlich viele Antworten und ich bin zuversichtlich, dass diese im Zuge der Blogparade auch zur Sprache kommen. Hier möchte ich einen Aspekt herausziehen und betrachten.

Das starre Archiv

Oft begegnet mir die Annahme, dass in Archive ja eigentlich nichts geschehe. Leider viel zu oft werden Archive als eine statische Ansammlung alten Papiers angesehen, dass von den dort arbeitenden Archivaren gelesen wird, um daraus z.B. Publikationen zur Lokalgeschichte zu stricken. Vor diesem Hintergrund ist das mangelnde Interesse an Archiven durchaus verständlich. Ebenso eine gewisse Verständnislosigkeit gegenüber der Archivarbeit.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die falsche Annahme, Archive seien starre Gebilde, einer der Grundpfeiler mangelnder Wertschätzung für die archivarische Arbeit ist. Warum soll ich mich dafür interessieren, was im Archiv passiert? Warum sollte Archivarbeit als wichtig erachtet werden? Warum sollte man Archiven Ressourcen zugestehen? Ja warum eigentlich, wenn dort eh nichts passiert?

Das dynamische Archiv

Wenn dem wirklich so wäre, dann würden wir Archivare uns von einer eintönigen Arbeitswoche zur nächsten hangeln. Anfragen beantworten, Nutzer koordinieren, Nutzer betreuen, Ausstellungen konzipieren und durchführen, Kooperationen in die Wege leiten, Unterstützung bei der Schriftgutverwaltung, Übernahme und Bewertung, Verzeichnung, Bestandserhaltung, Digitalisierungsprojekte, Fragen der digitalen Archivierung, Archivpädagogik, Publizieren… die Liste ließe sich noch eine Weile fortführen. Es passiert genug und es gibt genug zu tun im Archiv. Das brauche ich hier gar nicht ausmalen.

Das kommunikative Archiv

Eine transparente Kommunikation via Blog ist in der Lage diese Dynamik abzubilden. Durch die Darstellung facettenreicher Tätigkeiten im konkreten Einzelfall wird archivarisches Handeln nachvollziehbar, ja verständlich. Es wird klar, was dort im Archiv eigentlich vor sich geht und warum.

Wird beispielsweise ein Künstlernachlass in das Archiv übernommen, so ist das doch mal ein Blogpost wert. In solchen Fällen kommt die inhaltliche Ebene hinzu. Die konkrete Übernahme bietet die Möglichkeit – mit einer entsprechenden Kontextualisierung – darzulegen welches für den Archivsprengel relevante Kulturgut durch das Archiv erhalten und zugänglich gemacht wird. Eine erneute Meldung über die abgeschlossene Verzeichnung bietet zusätzlich die Möglichkeit explizit zur Nutzung des neuerschlossenen Bestandes einzuladen. Dies nur mal als Beispiel.

Fazit

Archive sollten über ihre Arbeit bloggen. Über aktuelle Projekte und deren Verlauf, über aktuelle Übernahmen, über erschlossene Bestände, über besondere Archivalien. Sie sollten dies tun, um eine höhere Aufmerksamkeit und vor allem um ein höheres Verständnis für ihre Arbeit und ihre Anliegen zu erzielen. Wie sollten sie bloggen? Kurz, präzise, transparent, regelmäßig und gesprächsoffen.

Eigentlich fing ja alles ganz harmlos an. Vor einigen Tagen folgte ich dem twitter-Account von www.kath.net @KatholikenNet. Der Hintergrund ist banal: Mir war schlicht eine Meldung aus Rom entgangen, auf die ich im Nachhenein hingewiesen wurde und die ich recht interessant fand. Ich wollte also informiert sein. Sehr schnell tauchte in meiner TL dieser tweet auf:

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Eigentlich war das ja Zufall. Keine 24 Stunden war ich Follower des deutschen twitter Twitteraccounts und da kam auch schon die Hot News: #TTW13 is coming. Zugegeben, kurze Zeit später wurde die #TTW13 ohnehin Thema in meiner TL, nicht zuletzt auch deswegen, weil ich seitdem vielen neuen und spannenden Leuten auf twitter folge. Um was es sich en détail bei der ersten deutschen TwitterTheaterWoche handelt und wer alles mitgemacht hat und überhaupt: Zusammengetragenes von nachtkritik.de da findet sich alles.

Die ersten Dinge, die mir durch den Kopf schossen: Twitterwall, Livediskussionen der Zuschauer, Schauspieler, die von der Bühne als Teil des Stückes tweeten. Kurz: Twitter als Teil der Inszenierung. Das fand ich interessant. Was dann kam, war nicht ganz so das, was ich mir dachte. Bin ich selbst schuld. Bei der Betrachtung der vergangenen Arbeitswoche sollte man m.E. zwei Dinge unterscheiden: Das von den teilnehmenden Theatern via twitter Dargebrachte und das daraus Resultierende.

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Angefangen hat alles mit einem Bericht über ‘Pataphysik im BR (kleiner Auszug: http://www.youtube.com/watch?v=Gjy526vPKX4). Die Spannung zwischen Ironie, Anarchie, Blödelei und Philosophie- bzw. Wissenschaftskritik fesselte mich damals sofort. Mein Hadern mit meinem Philosophiestudium war daran sicherlich nicht unbeteiligt. Also las ich Alfred Jarry. Irgendwie schon ein Klischeekünstler. Aber deswegen nicht weniger spannend. Über ihn wird noch mindestens ein separater Artikel folgen. Auch die Figur des Père Ubu übte und übt eine gewisse Faszination auf mich aus. Daher soll er auch Teil des Stückes werden, wobei auch das Stück als Ganzes an „König Ubu“ angelehnt werden soll.
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