Archiv

Archiv für den Monat Februar 2014

Zur Blogparade von @siwiarchiv möchte ich auch einen kurzen Blogpost beitragen. Warum Archive bloggen sollten, darauf gibt es sicherlich viele Antworten und ich bin zuversichtlich, dass diese im Zuge der Blogparade auch zur Sprache kommen. Hier möchte ich einen Aspekt herausziehen und betrachten.

Das starre Archiv

Oft begegnet mir die Annahme, dass in Archive ja eigentlich nichts geschehe. Leider viel zu oft werden Archive als eine statische Ansammlung alten Papiers angesehen, dass von den dort arbeitenden Archivaren gelesen wird, um daraus z.B. Publikationen zur Lokalgeschichte zu stricken. Vor diesem Hintergrund ist das mangelnde Interesse an Archiven durchaus verständlich. Ebenso eine gewisse Verständnislosigkeit gegenüber der Archivarbeit.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die falsche Annahme, Archive seien starre Gebilde, einer der Grundpfeiler mangelnder Wertschätzung für die archivarische Arbeit ist. Warum soll ich mich dafür interessieren, was im Archiv passiert? Warum sollte Archivarbeit als wichtig erachtet werden? Warum sollte man Archiven Ressourcen zugestehen? Ja warum eigentlich, wenn dort eh nichts passiert?

Das dynamische Archiv

Wenn dem wirklich so wäre, dann würden wir Archivare uns von einer eintönigen Arbeitswoche zur nächsten hangeln. Anfragen beantworten, Nutzer koordinieren, Nutzer betreuen, Ausstellungen konzipieren und durchführen, Kooperationen in die Wege leiten, Unterstützung bei der Schriftgutverwaltung, Übernahme und Bewertung, Verzeichnung, Bestandserhaltung, Digitalisierungsprojekte, Fragen der digitalen Archivierung, Archivpädagogik, Publizieren… die Liste ließe sich noch eine Weile fortführen. Es passiert genug und es gibt genug zu tun im Archiv. Das brauche ich hier gar nicht ausmalen.

Das kommunikative Archiv

Eine transparente Kommunikation via Blog ist in der Lage diese Dynamik abzubilden. Durch die Darstellung facettenreicher Tätigkeiten im konkreten Einzelfall wird archivarisches Handeln nachvollziehbar, ja verständlich. Es wird klar, was dort im Archiv eigentlich vor sich geht und warum.

Wird beispielsweise ein Künstlernachlass in das Archiv übernommen, so ist das doch mal ein Blogpost wert. In solchen Fällen kommt die inhaltliche Ebene hinzu. Die konkrete Übernahme bietet die Möglichkeit – mit einer entsprechenden Kontextualisierung – darzulegen welches für den Archivsprengel relevante Kulturgut durch das Archiv erhalten und zugänglich gemacht wird. Eine erneute Meldung über die abgeschlossene Verzeichnung bietet zusätzlich die Möglichkeit explizit zur Nutzung des neuerschlossenen Bestandes einzuladen. Dies nur mal als Beispiel.

Fazit

Archive sollten über ihre Arbeit bloggen. Über aktuelle Projekte und deren Verlauf, über aktuelle Übernahmen, über erschlossene Bestände, über besondere Archivalien. Sie sollten dies tun, um eine höhere Aufmerksamkeit und vor allem um ein höheres Verständnis für ihre Arbeit und ihre Anliegen zu erzielen. Wie sollten sie bloggen? Kurz, präzise, transparent, regelmäßig und gesprächsoffen.

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