Zeig mir doch, was die #TTW13 Neues gebracht hat…

Eigentlich war das ja Zufall. Keine 24 Stunden war ich Follower des deutschen twitter Twitteraccounts und da kam auch schon die Hot News: #TTW13 is coming. Zugegeben, kurze Zeit später wurde die #TTW13 ohnehin Thema in meiner TL, nicht zuletzt auch deswegen, weil ich seitdem vielen neuen und spannenden Leuten auf twitter folge. Um was es sich en détail bei der ersten deutschen TwitterTheaterWoche handelt und wer alles mitgemacht hat und überhaupt: Zusammengetragenes von nachtkritik.de da findet sich alles.

Die ersten Dinge, die mir durch den Kopf schossen: Twitterwall, Livediskussionen der Zuschauer, Schauspieler, die von der Bühne als Teil des Stückes tweeten. Kurz: Twitter als Teil der Inszenierung. Das fand ich interessant. Was dann kam, war nicht ganz so das, was ich mir dachte. Bin ich selbst schuld. Bei der Betrachtung der vergangenen Arbeitswoche sollte man m.E. zwei Dinge unterscheiden: Das von den teilnehmenden Theatern via twitter Dargebrachte und das daraus Resultierende.

Was wurde geboten?
Montag bis Donnerstag war irgendwie mau. Ich muss das leider so sagen. Zwar war auf einmal Theater ein großes Thema in meiner TL, aber eigentlich so, wie ich mir ohnehin vorstelle, das Theater twittern (sollten). Da wurde von Vorbereitungen und Meetings getwittert, es wurden Fotos aus der Maske hergezeigt und wie die Vorführung so läuft. Und so. Das sollte ein Theater sicherlich nicht täglich machen, das wäre zuviel des Guten, aber bei ner netten Prämiere ist das doch eine sinnige Möglichkeit twitter zu nutzen. Man bekommt mit, was da alles so passiert, wie viel eigentlich hinter der Bühne abgeht und bekommt auch Lust aufs Theater. Dafür braucht’s m.E. keine TwitterWoche, sondern nur einen hübsch bespielten (hier mache ich gerne auf das schöne Wortspiel aufmerksam) Twitteraccount.
Eigentlich wurde doch sehr viel vom Tagtäglichen getwittert. Dafür braucht’s nicht extra die #TTW13. Und wenn’s eine braucht, dann bitte mit etwas mehr gonzo stuff.
Anders war da der Freitag. Schon sehr früh tat sich das @residenztheater hervor. Immer mit dabei. Da dachte ich mir schon „Das könnt am Freitag was werden.“, dachte ich mir da. Und in der Tat. Neben dem Getüddel von hinter der Bühne gab es z.B. auch eine „twitterwall“:

Der Hammer waren jedoch die Twitterstatisten. Die Nummer erschien zunächst simpel: Schreib an das Residenztheater, dass Du da mit machen willst, Theater lost aus, man setzt sich während des Stückes bei Wurst und Bier auf die Bühne und tut das, was man ohnehin gern tut: twittern. Das muss man sich aber mal auf der Zunge (da wohl niemand den Bildschirm ableckt, vielleicht eher auf den Augen) zergehen lassen. Da werden im Prinzip Leute von der Straße auf die Bühne geholt, um hinauszuschreien, was ihnen gerade in den Sinn kommt. Keiner weiß, was da passiert. Etwas überspitzt könnte man sagen: Man holt sich etwas auf die Bühne, wo man sich nicht sicher sein kann, ob es unterm Strich der Inszenierung nicht schadet. Großartig! Perfekt wurde es dann am Abend. Die tweets des Residenztheaters gaben sachlich Zitate und Entwicklungen des Stückes wieder. Die Statisten kommentierten: Das Stück, ihre Situation. DAS war für mich gonzo! DAS war für mich das Highlight der #TTW13. Und sonst so? Diskussionen über Theater und die Möglichkeiten. Ein paar Auszüge eines schönen Beispiels:

 

 

Selbstverständlich war die Woche ein Experiment. Mit guten Ideen und auch einigen guten Ansätzen, aber leider auch Unnötigem. Spannend wird nun, ob die Diskussionen wie man twitter und Theater unter einen Hut bekommt, weitergeführt wird, oder ob sich’s im Sande verläuft, was ich nicht hoffe.

Mein Fazit: Montag bis Donnerstag Fahrstuhlmusik – Freitag Rock ’n‘ Roll!

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